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Zwei Klassifikations­systeme — Schritt für Schritt ergründen

Zwei Klassifikationen, vier Ansichten: nachschlagen in Karte und Hierarchie, aufhängen als Mindmap oder Schlüsseltafel.

Dieselben Daten, vier Zugänge

Oben in der Anwendung wird zwischen den vier Ansichten umgeschaltet. Was gerade ausgewählt ist, bleibt beim Wechsel erhalten. Zwei Ansichten dienen dem Nachschlagen, zwei ergeben ein Blatt zum Aufhängen.

Karte

Eine Ebene sichtbar: was in der Mitte steht und was direkt darunter liegt. Gefüllte Punkte haben Unterkategorien, offene sind Endpunkte.

Hierarchie

Dieselben Daten als aufklappbare Liste, im Aufbau des WHO-Browsers. Für alle, die lieber lesen als klicken.

Mindmap

Das ganze Kapitel auf einem Blatt, so weit aufgeklappt, wie man will — und druckbar bis A0.

Schlüsseltafel

Codes und Bezeichnungen in Spalten, wie auf einem Plakat. Angewählt wird, was daraufsoll — von einzelnen Kategorien bis zur ganzen Systematik.

Eine Mindmap nach eigenen Wünschen

Die Mindmap zeigt nicht einfach alles. Sie zeigt genau das, was aufgeklappt ist — und daraus entsteht der Ausdruck. Wer nur die Entwicklungsstörungen braucht, druckt nur die Entwicklungsstörungen.

  1. Ebenen wählenDie Leiste «Ebenen» klappt alles bis zur gewählten Tiefe auf — von «zu» bis «alle». Ein guter Ausgangspunkt für ein Poster ist Ebene 2.
  2. Von Hand nachbessernEinzelne Äste anklicken und zusätzlich öffnen oder wieder schliessen. Alles, was zu ist, erscheint auch im Ausdruck nicht.
  3. AnordnenÄste an ihre Stelle ziehen, Kästen in die gewünschte Form bringen und die Automatik ausschalten, damit alles so liegen bleibt.
  4. Format wählen und druckenUnter «Drucken…» das Blatt von A4 bis A0 wählen. Die Tabelle zeigt vorab, wie gross die Schrift auf dem Papier wird. Im Druckdialog des Browsers «Als PDF speichern» wählen.

Was die Knöpfe der Leiste tun und was sich mit der Maus anstellen lässt, steht in der Anwendung selbst: es erscheint beim ersten Umschalten auf die Mindmap und danach jederzeit hinter dem Fragezeichen in der Kopfzeile.

Eine Schlüsseltafel zusammenstellen

Die Schlüsseltafel ist die gedruckte Übersicht: Codes und Bezeichnungen in Spalten, farbige Überschriften, ein oder mehrere Blätter. Sie zeigt nicht, was aufgeklappt ist, sondern was angekreuzt ist — und das reicht von einer einzelnen Kategorie bis zur ganzen Systematik.

  1. AuswählenVor jeder Zeile steht ein Kästchen. Ein Klick darauf nimmt den ganzen Ast mit; die Auswahl in der Leiste setzt alles bis zu einer Ebene auf einmal. Zu- und Aufklappen ändert an der Auswahl nichts.
  2. AussortierenEinzelne Kästchen wieder abwählen, was nicht aufs Blatt soll. Ein Fehlgriff lässt sich mit «Rückgängig» zurücknehmen. Die Auswahl bleibt bis zum nächsten Besuch erhalten.
  3. Blatt und Blattzahl wählenUnter «Drucken…» das Format von A4 bis A0 und die Zahl der Blätter. Die Schrift sucht das Programm dazu — so gross, wie es gerade noch aufgeht. Eine Abbildung zeigt das Ergebnis vorab.
  4. Wortlaut wählen und druckenDie Bezeichnungen stehen im vollen Wortlaut. Wo der Wortlaut der Oberkategorie darin vorkommt, lässt er sich durch (…) ersetzen; das spart Platz und ändert nichts am Inhalt. Im Druckdialog des Browsers «Als PDF speichern» wählen.

Gekürzt wird nur dort, wo die Oberkategorie buchstabengleich in der Bezeichnung steht und selbst auf dem Blatt erscheint. Zusammen mit der Zeile darüber ergibt das (…) wieder genau den Wortlaut der WHO — es fehlt kein Wort und es ist keines geändert.

Zwei Klassifikationen, zwei Fragen

Die ICD-11 klassifiziert Störungen: sie benennt, was vorliegt, und grenzt es gegen Verwandtes ab. Die ICF beschreibt Funktionsfähigkeit: was eine Person im Alltag tut, was ihr schwerfällt und welche Bedingungen ihrer Umwelt daran beteiligt sind. Eine Diagnose allein sagt wenig über den Unterstützungsbedarf, eine Funktionsbeschreibung allein nichts über die zugrunde liegende Störung. Berichte, Gutachten und Förderplanungen brauchen deshalb in aller Regel beides. Hier stehen die beiden Systematiken in derselben Darstellung nebeneinander, sodass der Wechsel zwischen ihnen keine Umgewöhnung kostet.

ICD-11, Kapitel 06

Psychische Störungen, Verhaltensstörungen und neuromentale Entwicklungsstörungen. Rund tausend Einträge auf fünf Ebenen, deutsche Fassung, Release 2026-01.

ICD-11 öffnen

ICF

Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivitäten und Partizipation, Umweltfaktoren — dieselben drei Ansichten.

ICF öffnen

Testergebnisse visualisieren

Die ICD benennt die Störung, die ICF beschreibt die Funktionsfähigkeit. Begründet werden beide mit Testergebnissen — und die liegen meist verstreut in einzelnen Auswertungsbögen.

testprofil.ch bringt sie zusammen: 69 Verfahren der psychologischen Diagnostik, T-Werte, Standardwerte oder Prozentränge, wahlweise nach Testverfahren oder nach ICF-Entwicklungsbereich geordnet und als Testprofil-PDF für den Bericht. Mehrere Testzeitpunkte lassen sich übereinanderlegen.

Namen und Testwerte werden ausschliesslich im Browser verarbeitet und erreichen den Server nicht. Einzellizenz CHF 49 im Jahr, fünf Tage kostenlos zum Ausprobieren.

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